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Hattorfer Geschichte

Auf den folgenden Seiten können Sie einige wichtige Informationen zu der Geschichte von Hattorf an der Schunter erfahren.

Hattorf vor 1972
Viele Dörfer des Wolfsburger Raumes entstanden in den Jahren zwischen 500 und 800. Bedingt durch intensiven Ackerbau fanden in dieser Zeit umfangreiche Rodungen statt.

Hattorf gehörte lange Zeit zu Braunschweig-Lüneburg und wechselte im Zuge wiederholter Teilungen des welfischen Besitzes zwischen Braunschweig und Lüneburg. Es gehörte ab 1705 zum Kurfürstentum Hannover und wurde ein Teil des Amtes Fallersleben.

In dieser Zeit war Hattorf ein großes Dorf. 1489 gab es 41 Bauernhöfe, die ein unregelmäßiges Haufendorf am Hang der Schunter um die Kirche herum bildeten. Südlich der Kirche lag der Gutssitz der adeligen Grundherren (von Mörse, ab 1487 von Harling, 1500 bis 1615 von Mahrenholtz, danach von der Wense). Die Ackerflächen waren damals höchstens halb so groß wie heute und erstreckten sich nördlich und östlich des Dorfes.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde im ganzen Königreich Hannover die sogenannte Verkoppelung durchgeführt. Dabei wurden die verstreut liegenden Felder zu wirtschaftlichen Ackergrößen zusammengefasst. Das bisher als Allmende gemeinschaftlich bewirtschaftete Land wurde zugunsten einzelner Höfe aufgeteilt. Die Agrarproduktion stieg dadurch und die Zahl der Wohnhäuser nahm von 46 (1811) auf 93 (1895) zu. Neubauten entstanden an der "Hauptstraße" und an der "Reitbahn".

Überwiegend im 19. Jahrhundert entstanden die wichtigsten Hattorfer Fachwerkhäuser. Dies sind niedersächsische Längsdielenhäuser und mitteldeutsche Querdielenhäuser. Um die Jahrhundertwende verringerte sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe. Dazu kam die Expansion des Volkswagenwerkes, das viele Arbeitskräfte aus Hattorf abzog.

Nach 1945 ließen sich viele Heimatvertriebene in Hattorf nieder. Die Einwohnerzahl stieg von 439 (1950) auf 949 (1984). So entstand ab 1950 die Siedlung Buchenberg, dann 1966 Osterberg und 1971 der ältere Teil am Kahlenberg. Nach dem Abschluss der Bebauung am Kahlenberg stieg die Einwohnerzahl auf über 1500.

Um 1949 gab es in Hattorf noch 75 landwirtschaftliche Betriebe, bis 1971 verringerte sich die Anzahl auf 37 und heute sind es noch 3 Haupterwerbsbetriebe.

Wichtige Impulse für die Erhaltung der dörflichen Struktur gab das Modellvorhaben zur Dorfentwicklung ab 1981. Die sichtbaren Erfolge wurden auf der Grünen Woche in Berlin präsentiert.

1977 feierte Hattorf sein 700jähriges Bestehen. Schon 20 Jahre später begeht das Dorf 1997 seinen 800jährigen Geburtstag.

Eine Urkunde des Stiftes St. Cyriakus zu Braunschweig wurde 1986 veröffentlicht, aber erst 1996 genauer auf die darin erwähnten 28 verschiedenen Orte überprüft. Zu diesen gehört neben Gifhorn, Essenrode, Groß und Klein Brunsrode auch Hattorf. Vor seiner Abreise zu einer Pilgerfahrt nach Palästina im Jahre 1197 wurde diese Urkunde von Heinrich vom Rhein, einem Sohn Heinrichs des Löwen, ausgestellt.

Urkundliche Erwähnungen gab es erst nachdem die genossenschaftliche Dorfverfassung durch die grundherrschaftliche Organisation der dörflichen Besitzverhältnisse beendet worden war. Hattorfs Grundherren wechselten, Adlige (von Hattorf, von Beyenrode, von Kißleben, von Brunsrode, von Bartensleben) und Klöster (Cyriakus-Stift Braunschweig, Kloster Isenhagen) und ritterbürtige Braunschweiger Bürger lösten sich ab.

  Hattorf an der Schunter